Afgahnistan

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Re: Afgahnistan

Beitragvon gery » Do. 15.04.2010, 21:59

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Zuletzt geändert von gery am Di. 18.05.2010, 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Afgahnistan

Beitragvon Roni » Do. 15.04.2010, 23:31

hallo patriot
es geht nicht gegen die soldaten, das wäre auch echt viel zu einfach und plump, denke das habe ich auch schon so geschrieben. doch grundsätzlich zu deiner argumentation, wenn ich in der hektik und im stress oder welcher legitimation auch immer in meinem job mist bauen würde dann hätten sehr viele zu bluten, könnt ich mir nicht leisten und sehr vielen menschen geht es ebenso. dazu war genau dieser akt nicht in hektik auch mussten die nicht fürchten, dass ihnen von den leuten da unter der hubschrauber entwendet wird der dann gegen sie eingesetzt wird. kannst dir mal mal die zeit nehemn und den ganzen text lesen, deutsche übersetzung ist auch auf der seite.
liebe grüße
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Re: Afgahnistan

Beitragvon kratzetatze » Do. 22.04.2010, 16:06

Patriot hat geschrieben:von diesen anti-soldaten hetzseiten halte ich gar nichts. man wird schon als mörder bezeichnet wenn man überhaupt feuert.


Naja, was das Video im Bagdad angeht, das grenzt meiner Meinung nach schon an ein Kriegsverbrechen. Aber jeder hat seine eigene Meinung.

Über Afghanistan denke ich folgendes: Ich bin eine Mutter von zwei Söhnen. Ich bin in einem Land und Zeit erwachsen geworden, als Mütter meiner früheren Spielkameraden und den großen Jungs im Quartal, denen der Armeedienst noch bevorstand, sich Sorgen gemacht haben, dass ihre Söhne nach Afghanistan in den Krieg ziehen müssen, denn damals steckte die UdSSR ganz tief drin. Ich habe die Zinnsärge gesehen, die von dort kamen und erinnere mich noch zu gut an die Erleichterung, als die Kampftruppen aus Afganistan abgezogen worden sind: Die Söhne, Brüder, Freunde werden nicht mehr sinnlos abgeschlachtet.

Jetzt dauert der Krieg in Afghanistan schon einige Jahre. Wer weiß, wie lange noch? Meine eigenen Söhne werden erwachsen und die Ängste meiner alten Nachbarinnen überkommen mich manchmal auch. Ich sehe es ein, dass Länder, wie Afghanistan, eine stabile Regierung und Gesellschaft brauchen, damit Knallköpfe wie Bin Laden keine Chancen haben sich da einzunisten und neue Terroranschläge zu planen, die wiederum auch meine Familie bedrohen. Aber ich muss trotzdem wissen, dass eben meine Familie, sprich meine Söhne nicht bedroht werden, auch nicht von der Möglichkeit die Bedrohung abwehren zu müssen.

Ich gedenke euch tapfere Männer, viel tapferer, als ich es bin. Und ich verneige mich vor euch. (Aber meine Sprößlinge müssen um jeden Preis hier bleiben)
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Re: Afgahnistan

Beitragvon Aschenbecher » Do. 15.07.2010, 06:59

Gegen die Soldaten zu hetzen halte ich auch für falsch. Denen wird der Einsatz als sinnvoll verkauft, außerdem wird der Einsatz gut bezahlt. Dies gepaart mit dem Ausnutzen jugendlicher Naivität und dem Verschweigen der tatsächlichen Zustände dort lässt so manchen jungen Mann sich plötzlich im Krieg wiederfinden, wo er doch eigentlich gar nicht hin wollte...
Ich verurteile den Grund für diesen Krieg.
Wer glaubt, dass irgendwelche Top-Terroristen in einer Höhle in Afghanistan sitzen, um von dort aus Terroranschläge vorzubereiten, der glaubt auch an Osterhase, Weihnachtsmann, Sankt Martin und die sich selbst befüllende Kaffeetasse... Mal ehrlich, ganz ehrlich, wer glaubt das wirklich?
In Afghanistan geht es um nichts anderes als um die Sicherung von Märkten.
Was da passiert ist ein imperialistischer Krieg. Und Herr Köhler hat es ausgesprochen und wurde dafür übelst angegangen, obwohl solche, aus wirtschaftlichen Interessen geführten, Kriege auch für die Bundeswehr im Weißbuch ausdrücklich nicht ausgeschlossen sind!
Ich lehne es ab, aus wirtschaftlichen Gründen Kriege zu führen!
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Re: Afgahnistan

Beitragvon Patriot » Do. 15.07.2010, 09:45

Dann scheine ich wohl an den Osterhasen zu glauben, obwohl Osama vermutlich längst in einem anderen gebiet ist. Dieser Krieg ist ein Krieg gegen den Terror. Und damit gerechtfertigt.
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Re: Afgahnistan

Beitragvon blawo » Do. 15.07.2010, 12:47

Also, ich schliesse mich da der meinung von @ aschenbecher an...

Vor ein paar wochen wurde in der presse mitgeteilt, dass afghanistan über schier unglaubliche rohstoffvorkommen verfügt. Das wurde mit sicherheit nicht erst vor kurzem festgestellt...ein schelm, der böses dabei denkt.

Jetzt ist der kampf um die ausbeutung der rohstoffe und des landes eröffnet...die bevölkerung wird daran keinen anteil haben, den profit teilen sich andere...

In afghanistan, genauso wie im irak ging es meiner meinung nach einzig um wirtschaftliche interessen einzelner staaten (und da insbes. die USA) unter dem deckmantel eines anti-terror-einsatzes, den ich für sehr fragwürdig halte.

Wenn ich an 9/11 denke habe ich immer noch ein ganz ungutes gefühl in der magengegend. Ich meine damit nicht die anschläge als solches, sondern die hintergründe...aber die wird die welt wohl nie erfahren
Wer nicht denken will, fliegt raus
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Re: Afgahnistan

Beitragvon Aschenbecher » Do. 15.07.2010, 21:31

Man kann sicher darüber streiten, ob es richtig von den Taliban ist, solche Verbrecher nicht auszuliefern.
Aber

1. - sind diese Verbrecher ganz sicher nicht mehr da
2. - würde Amerika auch keine Verbrecher an die Taliban ausliefern
3. - ist es nicht angebracht, deshalb einen Krieg gegen die Bevölkerung Afghanistans zu führen

Die Amerikaner halten sich für etwas besonderes, für Herrenmenschen, deren Regeln auf der ganzen Welt zu gelten haben. Die Menschen in Afghanistan wollen aber deren Regeln nicht. Das ist nichts verwerfliches, das ist nicht kriminell, das ist ihr gutes Recht.
Dort herrscht eben eine völlig andere Kultur. Das macht diese Menschen aber nicht schlechter als andere.
Der Krieg gegen die Zivilbevölkerung treibt den Terrororganisationen die Menschen in Schaaren in die Arme.
Wenn hier die Amerikaner einmarschieren würden, weil einige der Terroristen damals aus Deutschland kamen, dann würde ich mich auch wehren. Mehr tun diese Leute da nicht.
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